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AkuCheck – Raumakustik messen und besser vestehen

Mit einer neuen Software können akustische Eigenschaften bestehender Räumen gemessen und bewertet werden. Das Ergebnis eines Forschungs­projektes am Fachgebiet Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung der Universität Wuppertal ist jetzt frei verfügbar.

In vielen Gebäudetypen ist eine überzeugende Raumakustik wesentlicher Bestandteil der Nutzungsqualität. Dies gilt in besonderem Maß in Bildungsein­richtungen, aber auch für alle anderen Räume, in denen kommuniziert wird. Die Erfahrung zeigt, dass eine große Zahl derartiger Räume existiert, die aufgrund ihrer raumakustischen Eigenschaften für ihren Zweck nicht gut geeignet sind oder erst nachträglich ertüchtigt wurden. „Raumakustische Maßnahmen werden oftmals eher als Reparatur denn als selbstverständlicher Teil einer integrierten Gebäude­planung aufgefasst“ so Dr. Detlef Hennings, Lehrbeauftragter am Fachgebiet Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung an der Bergischen Universität Wuppertal (Prof. Dr.-Ing Karsten Voss). Dieser Sachverhalt wird unter anderem durch Ausbildungs­defizite verursacht. Daher wurde jetzt unter Leitung von Dr. Hennings ein einfach zu handhabendes und didaktisch aufbereitetes EDV-Werkzeug zur messtechni­schen Bewertung von Räumen mit dem eigenen Notebook-PC entwickelt. Es adressiert insbesondere das Studium an Hochschulen und die Weiterbildung von Architekten sowie anderen Baubeteiligten. Die Nutzer lernen durch einfache, eigene Messungen den Umgang mit dem Qualitätskriterium ‘Nachhallzeit’, als dem primären Qualitätsmerkmal der Raumakustik. Der Umfang eventuell notwendiger Verbesserungsmaßnahmen kann in einfacher Weise berechnet und grafisch ausgewertet werden. Auf diese experimentelle Art und Weise soll im Bauwesen ein selbstverständlicherer Umgang mit raumakustischer Qualität bewirkt werden, als dies bisher offenbar der Fall ist. Die Software läuft als eigenständiges Programm unter dem Betriebssystem Windows und kann für Lehr-, Lern und Informationszwecke kostenfrei genutzt werden.

Die Entwicklungsarbeiten wurden durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Rahmen des Programms „Zukunft Bau“ gefördert und von den Firmen Akustik & Raum, Caparol, Ligno Trend und OWAcoustic unterstützt.

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Therakles
Das thermische Raummodell Therakles ist ein Berechnungswerkzeug für planende Ingenieure und Architekten des Bereichs Bauphysik, bzw. Bauklimatik, und technischer Gebäudeausrüstung. Das Simulations-Programm ermöglicht die Bewertung eines repräsentativen Raumes bzw. eines einfachen Gebäudes hinsichtlich seiner thermischen Behaglichkeit und seines Energiebedarfes in Abhängigkeit von architektonischen Entwurfsentscheidungen, Raumnutzung und Regelung der Anlagentechnik. Mithilfe des Programms lässt sich die thermische Behaglichkeit ganzjährig optimieren und gleichzeitig den Energiebedarf für Heizung und Klimatisierung senken.

Therakles kann vielseitig eingesetzt werden und ist einfach bedienbar. Im Vergleich zu anderen Gebäudesimulations-Programmen benötigt es weniger Eingabegrößen und verwendet das übersichtliche Tabellenformat. Die Verwendung von weltweiten Klimadaten erlaubt die Bewertung eines Entwurfs in unterschiedlichen klimatischen Standorten. Vor allem für den sommerlichen Wärmeschutz ist dies interessant. Das Programm ermöglicht den simulationsgestützten Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2.
Analog zur geltenden Normung erlaubt Therakles den detaillierten Nachweis des Heizenergiebedarfs. Vor allem im Bereich der Bestandssanierung kann das Programm Energieeinsparpotenziale aufgrund von Dämmmaßnahmen, moderner Regelungstechnik und Nutzungsanpassungen aufzeigen.

Kostenfreier Download und weitere Informationen unter:
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_architektur/ibk/software/therakles/therakles_index_html